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Die Geschichte der Pfeifenbäcker

Auszug aus der Chronik von Hilgert von Claus-Dieter Schnug:

"Zu den Haupterwerbsquellen der noch kleinen Hilgerter Gemeinde gehörte zum einen zwar weiterhin eine landwirtschaftliche Betätigung, die für die Erhaltung der Lebensgrundlage unerlässlich blieb, hinzu trat aber, wie die vorerwähnte Bevölkerungsstatistik von 1734 bestätigt, in zunehmenden Umfang die Töpfer- und Pfeifenbäckerei. [...] Die Anfänge dürften jedoch zeitlich weiter zurückliegen. Denn 1402 werden die Töpfer zu Hurle (Höhr) bereits schriftlich erwähnt. Von daher erscheint es naheliegend, dass auch die Bewohner der umliegenden Ortschaften etwa im gleichen Zeitraum mit der Tonverarbeitung begonnen haben. [...] Die Töpfer der Gemeinde hatten sich seit 1643 mit denjenigen der Nachbarorte zusammengeschlossen, deren Ordnung von allen beteiligten Landesherren- dem Kurfürsten zu Trier, dem Grafen zu Wied, von Sayn-Wittgenstein und von Isenburg-Grenzau sowie Heinrich von Metternich als zeitweiligem Herrn von Bendorf- erlassen worden war. [...] Zählte man 1661 in Hilgert nur vier Zunftmitglieder, waren es 1704 schon 12 und 1756 insgesamt 37 Personen, [...] In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts rückte in Hilgert an die Stelle der Krugherstellung mehr und mehr die Produktion von Tonpfeifen, die in der Region des unteren Westerwaldes möglicherweise bereits um 1640, jedenfalls aber kurz nach 1700, aufgenommen wurde. Auch die Pfeifenbäckerei war im Wesentlichen eine Hausindustrie der kleineren Bauern, die auf diesen Nebenverdienst angewiesen waren.[...] 1781 bis 1800 wurden, von wenigen Jahren abgesehen, in denen die Zahl 20 allerdings zu keinem Zeitpunkt unterschritten wurde, nahezu konstant 24 bis 25 Pfeifenbäcker registriert, [...] 1792 folgte die Gründung einer eigenen Pfeifenbäckerzunft, [...]
Der Besuch einer Pfeifenstube,- die kleinste oft mit Stolz Fabrik genannt- ist recht interessant: "Bienenartiger Fleiß herrscht im ganzen Raume", schrieb Hauptlehrer Wilhelm Grimmelt 1929 in einem Aufsatz. [...]



[...] Nach dem zweiten Weltkrieg verschwanden die letzten Werkstätten nach und nach aus dem Ort, womit die bisherige Identität von Hilgert verloren ging. [...]

Von Wilhelm Albrecht Simonis ist bekannt, dass er sein Gewerbe am 1. Juni 1949 wieder angemeldet hatte. Neue Betriebe sind dagegen nicht mehr gegründet worden.. [...] Nahezu vollständig zum Erliegen kam in den 1980er- Jahren die Pfeifenbäckerei. Die beiden letzten vollerwerblich tätigen Pfeifenbäcker waren Wilhelm Albrecht Simonis und Lothar Hein. [...] Seit Mai 1986 produzierte in Hilgert ausschließlich die von Rita Steuler als Inhaberin nebenberuflich weitergeführte Werkstatt ihres Großvaters Wilhelm Albrecht Simonis Tonpfeifen zum Rauchen. [...] Hergestellt werden die Pfeifen von ihrem Ehemann Rainer Steuler. [...]

[...]

Über die Anfänge der Pfeifenbäckerei in Hilgert existiert eine Sage, die ich als nicht näher belegte Anlage zu einem Schreiben von Hermann Dörlemann aus Neuwied vom 20. August 1956 fand (LHAK Best. 655.259 Nr. 63), worin dieser den Bürgermeister Willy Remy um Zusendung einer speziellen Pfeifensorte bat:

Die Zwerge von Hilgert

Im "Küppel", einer Basaltkuppe von Hilgert, wohnte einst das Volk der Zwerge. Aus weißen "Mutzpfeifen" schmauchten die kleinen, langbärtigen Gesellen allerlei heilsame Kräuter. Sie hielten sich gesund und wurden steinalt. Ihre Pfeifen formten sie mit viel Geschick aus weißem Ton, den sie mühelos im Talgrund gruben. Nachts besuchten sie häufig die Leute von Hilgert, die ihnen freundlich gesinnt waren und ihnen schon mal einige Leckerbissen hinlegten. Zum Dank schenkten ihnen die Zwerge eine Form, in der sie ihre Pfeifen aus Ton hergestellt hatten. Die Hilgerter wußten gleich damit umzugehen und waren bald mit ihren Pfeifen wohlversorgt. Sie trockneten sich Huflattich, Waldmeister und andere Rauchkräuter und ließen es sich gut schmecken. Im weiten Umkreis erzählte man sich von der wunderlichen neuen Sitte der Hilgerter, und gar viele gingen dorthin, um sich auch Tonpfeifen zu besorgen. Fortan mußten die Hilgerter Tausende der weißen Pfeifen backen. Sie tun dies noch bis auf den heutigen Tag."
 

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